EXPERTENBEFRAGUNG

64 Prozent

der Einzelhändler wollen die Anzahl ihrer Standorte ausbauen  

68 Prozent

der Investoren wollen 2018 tendenziell zukaufen  

75 Prozent

der Investoren sehen Digitalisierungspotenziale im Gebäudemanagement 

Fachmarktzentren

mit bester Entwicklung der Besucherfrequenz  

Beratung und Einkaufsatmosphäre

sind wichtige Wettbewerbsfaktoren des Handels 

Veränderung im Konsumverhalten bringt Risiken mit sich

Die Veränderung des Konsumverhaltens, das von den Einzelhandelsspezialisten nur sehr begrenzt beeinflussbar ist, wird von über der Hälfte der Interviewpartner als größtes wirtschaftliches Risiko der kommenden 12 Monate eingestuft. Respekt vor dieser Entwicklung haben u. a. Bekleidungs-, Schuh- und Accessoires- sowie Unterhaltungselektronik- und Telekommunikationsanbieter, wohingegen Lebensmittel- und Drogeriemarkthändler für die Zukunft kaum einen Wandel des Einkaufsverhaltens ihrer Kunden sehen. Die zuletzt genannten Branchen und das Bau- und Gartenmarktsegment sind auch diejenigen, die sich mit ihren stationären Dependenzen gut gegen- über dem Online-Handel aufgestellt fühlen, da sie diesen nur zu 13, 33 und 75 Prozent als potenziellen Risikofaktor sehen. Insgesamt schätzen rd. 47 Prozent E-Commerce als Risiko ein. Weitere 38 Prozent sehen steigende Immobilienkosten als kritisch an.  

Flächennachfrage für die kommenden 12 Monate unterteilt nach Branche
Einzelhändler profitieren von günstigeren Mietvertragskonditionen

Bei der Analyse der Bewertungen über die Entwicklungen der Mietvertragskonditionen fällt auf, dass diese ähnlich positiv wie bei der letztjährigen Erhebung für die Mieter ausfallen - nur in etwas abgeschwächter Form. Die Sonderkündigungsrechte haben sich zu 46 Prozent, die Laufzeiten von Mietverträgen zu 40 Prozent, Mietpreise zu 37 Prozent sowie die Durchsetzung von Standardmietverträgen zu 26 Prozent im letzten Jahr zugunsten der befragten Einzelhändler entwickelt. Beim Blick auf die einzelnen Branchen ergibt sich ein durchaus differenziertes Bild: So geben nur 6 Prozent der Lebensmitteleinzelhändler an, dass sich die Mietvertragslaufzeiten zu ihren Gunsten geändert hätten. Ganz anders verhält es sich bei den Branchen Bekleidung bzw. Schuhe und Accessoires, die zu 82 Prozent bzw. 100 Prozent über günstigere Laufzeiten berichten.

Geplante Investments in den nächsten 12 Monaten
Sorge vor Marktübertreibungen bleibt bestehen

Nach Ansicht der Experten zeigen sich unverändert Überhitzungstendenzen am deutschen Investmentmarkt. Gaben in der Umfrage 2017 rund 68 Prozent der Befragten an, erste Marktübertreibungen zu erkennen, sind es aktuell schon 73 Prozent. Überhitzungen sehen vor allem Vertreter von Immobilien AGs, Immobilienfonds oder Private-Equity-/Vermögensverwalter. Der Anteil, der eine deutliche Übertreibung zu erkennen glaubt, ist jedoch von 13 Prozent auf 5 Prozent zurückgegangen. Eine Marktüberhitzung wird dementsprechend von insgesamt 78 Prozent (81 Prozent im Vorjahr) genannt. Die Investoren, die gar keine Blasenbildung sehen, sind mit rd. 17 Prozent gleich geblieben.  

Zukünftiges Potenzial durch Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft