METATRENDS IM EINZELHANDEL

23.320 Euro

durchschnittliche Kaufkraft pro Einwohner in Deutschland 2017

513,3 Mrd. Euro

Einzelhandelsumsatz 2017 

4,2 Prozent

nominales Wachstum im stationären Einzelhandel 2017 

124,0 Mio. m²

Verkaufsfläche in Deutschland 2017   

29,3 Prozent

Anteil des Einzelhandels am Konsum der privaten Haushalte 2017  

Deutsche Wirtschaft wächst erneut kräftig

Die deutsche Wirtschaft konnte ihren starken Wachstumspfad 2017 weiter fortsetzen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag gemäß den Angaben des statistischen Bundesamts zum Ende 2017 um 2,2 Prozent höher als im Vorjahr. Diese erfreuliche Fortsetzung des nunmehr achtjährigen Aufwärtstrends war zugleich das stärkste Wachstum seit sechs Jahren. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte Ende 2017 den höchsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Im Jahresdurchschnitt waren knapp 44,3 Mio. Erwerbstätige beschäftigt und damit 1,5 Prozent bzw. 638.000 Personen mehr als ein Jahr zuvor. 

Europa im Aufschwung

Die europäische Wirtschaft hat sich 2017 ebenfalls gut entwickelt. Das preisbereinigte Wachstum der Eurozone lag bei 2,6 Prozent. Die privaten Konsumausgaben erhöhten sich vergleichsweise moderat um preisbereinigte 1,7 Prozent. Die Verbraucherpreise im Euroraum blieben trotz anziehender Energiepreise unterhalb der Zielmarke der EZB. Im Jahr 2017 erreichten sie allerdings mit 1,5 Prozent den höchsten Wert seit 5 Jahren. 

Umsatzentwicklung im deutschen Einzelhandel
Einzelhandel mit starkem Umsatzzuwachs

Im Jahr 2017 konnte der Einzelhandelsumsatz gemäß Berechnung des Handelsverbands Deutschland (HDE) um nominal 4,2 Prozent auf insgesamt 513,3 Mrd. Euro zulegen. Sowohl der stationäre Handel als auch der Online-Handel konnten zu diesem Wachstum beitragen. Für das Jahr 2018 erwartet der HDE einen geringeren Anstieg des Einzelhandelsumsatzes von 2,0 Prozent auf 523,6 Mrd. Euro. Der Anteil des Einzelhandels am Konsum der privaten Haushalte nimmt nach kurzer Erholung in den letzten Jahren 2018 wieder auf 29,3 Prozent ab. Diese langfristige Tendenz sollte sich in den Folgejahren weiter fortsetzen.

E-Commerce ist weiterhin primär ein Absatzkanal für die Non-Food-Branche

Das Umsatzvolumen im Online-Handel lag laut HDE 2017 bei 48,7 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Anstieg um rd. 10,2 Prozent. Gemäß HDE-Prognose wird sich der Online-Handel weiter positiv entwickeln. So prognostiziert der Verband für 2018 einen Umsatzanstieg um 10,1 Prozent auf 53,6 Mrd. Euro. Damit bleibt die Umsatzdynamik dieses Segments erhalten, wenngleich sich die Steigerungsraten nunmehr tendenziell auf den einstelligen Bereich zubewegen. Während der Online-Anteil im Non-Food-bereich mittlerweile einen Anteil von rund 14 Prozent erreicht hat, so liegt er auch in 2017 im Lebensmitteleinzelhandel bei nur rund einem Prozent. Damit ist E-Commerce weiterhin primär ein Absatzkanal für die Non-Food-Branche. 

Entwicklung des Online-Umsatzes in Deutschland
Ralf-Peter Koschny, bulwiengesa