EINZELHANDELSINVESTMENTMARKT

14,1 Mrd. Euro

Transaktionsvolumen mit Einzelhandelsimmobilien 2017   

43,7 Prozent

Anteil der Fachmärkte/Fachmarktzentren am Gesamtvolumen 2017   

4,5 Prozent

Spitzenrendite für Fachmarktzentren im Sommer 2018  

51 Prozent

Portfolio-Deals bei Retail-Investments 2017  

18,5 Prozent

aller Einzelhandelsinvestments wurde 2017 in den Top-5-Standorten getätigt   

Limitierte Verfügbarkeit von Core-Produkten führt zum Ausweichen auf Regionalzentren und B-Standorte

Bedingt durch die stark limitierte Produktverfügbarkeit im Core-Segment in den deutschen Top-Standorten und die dort verschärften Kaufpreishöhen konnten die übrigen Standorte - und hier vor allem attraktive Regionalzentren und B-Standorte mit günstigeren Renditeprofilen - weiterhin einen Großteil der Investitionen auf sich ziehen. Absolut betrachtet wurden 11,5 Mrd. Euro oder rund 82 Prozent im Jahr 2017 außerhalb der Top-Städte investiert, was eine Steigerung um 843 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr bedeutete.  

Entwicklung des Transaktionsvolumens von Einzelhandelsimmobilien
Fachmärkte und Fachmarktzentren beliebteste Retail-Assetklasse

Auf dem deutschen Markt für Handelsimmobilien waren 2017 Immobilien aus der Gruppe der Fachmärkte und Fachmarktzentren mit 6,2 Mrd. Euro (+ 17 Prozent ggü. 2016) besonders stark nachgefragt. Der relative Anteil am Einzelhandelsgesamtvolumen von 44 Prozent konnte gegenüber 41 Prozent im Jahr 2016 leicht zulegen. Deutlich gestiegen ist 2017 auch der Handel mit innerstädtischen Geschäftshäusern, in den insgesamt mit knapp 4 Mrd. Euro rund 28 Prozent angelegt wurden. Hingegen ist das in Shopping-Center investierte gesamte Kapital 2017 mit 2,9 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 3,9 Mrd. Euro deutlich gesunken. Insgesamt entfielen 20 Prozent des deutschen Transaktionsvolumens auf diesen Objekttyp, der damit den dritten Platz unter den Einzelhandelsassets belegt.  

Zunehmende Knappheit bei Fachmarktzentren

Die hohe Popularität von Fachmarktobjekten schränkt die Verfügbarkeit geeigneter Objekte auch zunehmend ein. Die Produktknappheit, die bereits seit geraumer Zeit bei Shopping-Centern und High-Street-Immobilien zu beobachten ist, führt auch im Segment der Fachmarktzentren zu einem Nachfrage- und Kapitalüberhang. Inzwischen sind auch  die Zahl der Neuentwicklungen von Fachmarktzentren selten. Planungsrechtliche Restriktionen und Bürgerbegehren erschweren auch hier die Realisierung neuer Projekte. Dass auf das Fachmarktsegment 2017 dennoch das höchste Transaktionsvolumen (6,2 Mrd. Euro) entfällt, liegt nicht zuletzt an der vielfältigen Angebotspalette innerhalb dieser Assetklasse vom Baumarkt über den Discounter bis zum hybriden Fachmarktzentrum.   

Entwicklung der Spitzenrenditen für Einzelhandelsimmobilien
Inländische Investoren dominieren den deutschen Markt

Im Gesamtjahr 2017 trugen deutsche Investoren mit 8,9 Mrd. Euro rund 63 Prozent des gesamten Volumens auf dem hiesigen Einzelhandelsinvestmentmarkt bei und bauten ihren Anteil damit gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum (61 Prozent) noch einmal leicht aus. Trotz der hohen Nachfrage internationaler Investoren sind diese seltener zum Zug gekommen - zum einen, weil es auf dem Markt weniger von den für sie besonders interessanten Core-Immobilien gab, zum anderen, da nun auch mehr deutsche Investoren aufgrund des Anlagedrucks zunehmend bereit waren, den Preiswettbewerb um die verfügbaren Objekte mitzugehen. 

Jan Dirk Poppinga, CBRE